Walter Benjamin wurde 1892 in Berlin geboren. 1912 machte er Abitur an der Kaiser-Friedrich-Schule (heute Joan-Miro-Grundschule) in der Bleibtreustraße in Berlin-Charlottenburg. Er studierte Philosophie, Literatur und Psychologie. 1932-1938 arbeitete er an dem Werk Berliner Kindheit um Neunzehnhundert, das aber erst nach seinem Tod erschien. Es besteht aus kurzen Prosastücken, die Situationen darstellen, die er als Kind erlebt hat, die aber auch das allgemeine soziokulturelle Milieu der Bürgerschaft charakterisiert. Er hat literaturkritische und kulturkritische Schriften verfasst. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahre 1933 emigrierte er nach Paris. Er hielt sich aber auch auf Ibiza und in Dänemark auf. 1940 erhielt er Einreisevisum in die USA. Um nach Amerika zu gelangen, wollte er über die Pyrenäen nach Spanien fliehen. Die Flucht gelang aber nicht, und im selben Monat ist er gestorben. Man vermutet, dass er Selbstmord begangen hat, weil die Gefahr bestand, dass er der Gestapo ausgeliefert werden würde.