ARBEITSVORSCHLÄGE

Sekundarstufe 2

Quellentexte:

1. Hellmuth von Moltke: Kadett von Moltke

2. E. C. Hauber: Königlich Porzellan

3. Friederike Brun: In den Grabkapellen

4. A.von Treskow: Kongens Nytorv

5. Fredrich Hebbel: Thorwaldsen

6. Walther Kolbenhoff: Nyhavn

7. Friedrich Klopstock: Friedrich der Fünfte

8. Walther Kolbenhoff: Begegnungen auf Langelinie

9. Friederike Brun: Das Sommerhaus am Peblinge Sø

10. Egon Erwin Kisch: Totenfeier

11. A. von Treskow: Lustschloß Friedrichsberg

12. Philipp Otto Runge: Fußreise in Seeland

13. Friederike Brun: Auf Jægersborg

14. Friederike Brun: Lyngbye

15. Friederike Brun: Elektrizität

16. Friederike Brun: Das Gartenleben

17. Friedrich Klopstock: Der Eislauf

18. Friedrich Klopstock: Briefe nach Hause

19. Hebel: Das Bombardement von Kopenhagen

20. Hebel: Unglück

21. Friederike Brun: Rudern

22. Friederike Brun: Ernst und Emilie

Friedrich Kuhlau: Brief an Johann Mathias Witkowsky

Amalie Kuhlau: Brief an Andreas Kuhlau

C. E. F. Weyse: Brief an Julie Tutein

Satzung der Tischler in Kopenhagen

 
Stadtwanderungen in Kopenhagen - Ein Tag in Kopenhagen - Handreichung für den Deutschlehrer
Aufgaben. Eine Route in Kopenhagen planen. Nach Vorbereitung an Hand schriftlicher Materialien die Adressen aufsuchen und abfotografieren. Für jedes Foto eine deutschsprachige Unterschrift schriftlich festhalten. In mindestens ein Gebäude - wenn möglich - hineingehen und mehr erkunden. Eventuell vorher telefonische Vereinbarung über Besichtigung treffen.
 
Lunchpause selber bestimmen.
 
Eine Mappe mit den Fotos und Texten sowie einem Stadtplan mit den eingezeichneten Adressen in der folgenden Woche in der Schule publizieren.
Nehmt einen Stadtplan von Kopenhagen und tragt die Stationen eurer Stadtwanderung darauf ein. Unten auf dem Plan gebt dann eure nummerierte Liste mit den Adressen an.
 
Thema Tourismus
Untersucht Hotelübernachtungszahlen, Zeitungs- und Zeitschriftenverkaufszahlen und interviewt Kellner, Polizei, Taxifahrer, Verkäufer über ihre Erfahrungen mit deutschen/Schweizer/österreichischen Touristen. Stellt fest, wer Broschüren auf Deutsch anbietet und wer nicht (Tivoli? Rathaus? Christiania? Rundetårn?). Gibt es Speisekarten mit deutschen Texten?
Interviewt deutsche Touristen und befragt sie nach ihren Eindrücken.
 
Thema Musik
Besucht das Musikhistorische Museum in Åbenrå 30. Eintritt gratis für Schüler mit Lehrer. Voranmeldung außerhalb der Öffnungszeiten erforderlich. Siehe Adressenverzeichnis mit Homepage des Museums.
 
Aufgaben:
1. Welche deutschbürtigen Komponisten sind mit Porträts vertreten?
2. Gebt Beispiel für Instrumente, die aus Deutschland nach Kopenhagen importiert worden sind, aber nicht für die Sammlung von Claudius.
3. Gebt Beispiel für Instrumente, die von deutschen Handwerkern in Kopenhagen gebaut wroden sind.
4. J.E. Hartmann ist namentlich vertreten. Wo?
5.Beweist mit Instrumenten, Texten oder Bildern die Existenz deutscher Militärmusiker in Kopenhagen.
6. Auf einem Gemälde seht ihr einen Musikabend bei Familie Lehmann. Welche kulturelle Rolle hat diese Familie gespielt? Schlagt nach und fragt euren Lehrer.
7. Welche Instrumente sind hauptsächlich von einheimischen Dänen gebaut worden, welche von Ausländern?
8. In welcher Zeit dominierte der deutsche Einfluss in Dänemarks Musikleben?
9. Sucht Beispiele für österreichische Zeugnisse in der Aussstellung.
 
Thema Biografien
Erstellt eine Karte mit Markierungen der Herkunftsorte der Einwanderer aus dem biogrtafischen Lexikon.
 

Adressen der Zeit von 1940 bis 1945 für eine Stadterkundung

1. Tilskærernes Hus, Rådhuspladsen 75: Emigranthjemmet, von 1933 bis 1940 Treffpunkt deutscher Flüchtlinge

2. Dagmarhus, Jernbanegade 2: Kommandozentrale der deutschen Polizei

3. Vægtergården, Axeltorv: Deutsche Wehrmacht

4. Paladsteatret, Axeltorv: Restaurant Lodberg, das im September 1943 in Deutsches Eck umbenannt wurde, nachdem die beiden Straßenbahnlinien, die dort vorbei fuhren, umgelegt worden waren.

5. Jernbanegade 4: Persilkompagniet, Anwerbungsstelle für Frikorps Danmark

6. Kampmannsgade 2: Shell-Huset, Gestapo zusammen mit Kriminalpolizei unter dem Namen Sicherheitspolizei mit ihrem Chef SS-Standartenführer Otto Bovensiepen in Zimmer 305, Außenstellen in anderen Städten; um die drohende Bombardierung des Hauses abzuwehren, wurden gefangene Widerstandskämpfer in der Dachetage untergebracht. Diese sollte am 21.3. 1945 erfolgen. Durch einen verhängnisvollen Fehler wurde das Haus nur einmal getroffen und statt dessen die französische Schule in Frederiksberg bombardiert. 86 Zivile und 9 englische Piloten kamen ums Leben. Gedächtnistafel für beim Bombardement umgekommene Widerstandskämpfer.

7. Café Tosca, Frederiksberggade 24: Treffpunkt für deutsche Soldaten. Nach der Befreiung im Mai 1945 zerstört. 24 Cafés und Restaurants waren off limit für Wehrmachtsangehörige, darunter allein 11im Nørre Kvarter, einen Steinwurf von Tosca entfernt.

8. Frederiksberggade 5: Der Deutsche Buchladen (Boghuset), während der deutschen Besetzung 1940 - 45.

9. Hammerichsgade 14: Deutsche Arbeitsvermittlung. Hier wurden die vielen dänischen Arbeitskräfte ins Deutsche Reich vermittelt, für die Dänemark als Gegenleistung Kohle aus Deutschland beziehen konnte.

10. Grundtvigs Hus, Studiestræde 36: Hotel Dannevirke wurde Wehrmachtshotel. Später wurde das ganze Haus für Deutsche reserviert, u.a. eine Telefonzentrale. Als 1944 ein betrunkener Däne den Eingang mit einem anderen Haus in der Nähe verwechselte, wurde er sofort erschossen, aber am nächsten Tage bewirkte eine Bombe, dass alle Fensterscheiben des Hauses zu Bruch gingen. Nach der Befreiung kurzzeitig Unterkunft für britische Soldaten.

11. H. Gades Konditori, Vester Voldgade 7: früher Jarnings Konditori. Treffpunkt von Deutschen und Nazis.

12. Nørre Voldgade 11: Deutsche Handelskammer

13. Wienerbageriet, Købmagergade 67: Treffpunkt jüdischer Emigranten

14. Skindergade 44: 6 Mitglieder der Gruppe Holger Danske im Februar 1944 hier verraten und erschossen.

15. Helligåndskirkegården, Amagertorv: Denkmal für den unbekannten KZ-Häftling mit Urne aus Auschwitz (Architekt Kaare Klint 4.5.1959)

16. Nyboder Skole, Øster Voldgade 15: Hauptquartier der Wehrmacht bis 1943

17. Tuborgvej 35: Mindelunden, Ryvangen,Tuborgvej: Hinrichtungsstätte für Widerstandskämpfer. Jetzt nationale Gedächtnisstätte der dänischen Widerstandsbewegung

18. Kastelsvej 38: Deutsche Gesandtschaft. Heute großbritannisches Eigentum. Die heutige deutsche Botschaft liegt in der Stockholmsgade 57, auch in Østerbro.

19. Deutsch-Dänische Gesellschaft, Øster Alle 29: Vorsitzender DSB-Generaldirektor Peter Knutzon.

20. Kriegersvej 4: Deutsche Feldpost. Militärisches Postamt mit Postzensur


21. Vestre Kirkegård, Eingang Sjælør Boulevard gegenüber dem S-Bahnhof: ca. 10 000 deutsche Soldaten- und Flüchtlingsgräber der Jahre 1943 bis 1946; die meisten, besonders Kindergräber, aus dem Jahre 1945. Die Flüchtlingskinder starben oft an Unterernährung und mangelnder ärztlicher Hilfe. Antibiotika gab es damals noch nicht. Alle Toten sind namentlich identifiziert und die Gräber werden in Ordnung gehalten vom Bund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.


22. Kastellet: deutsche Kaserne von 1940 bis 1945. Die Verbindungsstraßen zwischen Kastell und Hotel d´Angleterre wurden in Einbahnstraßen verwandelt. Erst am 22. 12. 1946 wurde die letzte deutsche Behörde aufgelöst.


23. Hotel d´Angleterre, Kongens Nytorv: Einquartierung der obersten Wehrmachtsoffiziere und des Kriegsgerichts.


24. Øster Allé 29, Wengels Palæ: Deutsches Wissenschaftliches Institut (ab 1941). Institut für Rassenforschung und nordische Geschichte. Deutsche Propagandazentrale, gerichtet an Wissenschaftler. Ab 1943 geleitet von Professor Höfler, Folklorist und Nordist. Deutsch-Dänische Gesellschaft, Vorsitzender DSB-Generaldirektor Peter Knutzon.


25. Rydhave, Strandvejen 259: Wohnsitz von Werner Best, jetzt Residenz des Botschafters der USA.

Emigranten nach 1933:

Bauer, Fritz. Jurist und Volkswirtschaftler

Berendsohn, Walter A. Literaturwissenschaftler

Bohm, Ewald. Psychologe

Brock, Marion, verh. Heerup. Restauratorin

Buchthal, Fritz. Neurophysiologe

Busch, Fritz. Dirigent

Federn, Karl. Schriftsteller

Fenchel, Werner. Mathematiker

Franck, James. Physiker

Frebold, Hans. Geologe

Frisch, Otto Robert. Physiker

Glaser, Werner Wolf. Komponist

Graumann, Erwin. Maler

Hammer (eigtl. Hösterey), Walter. Schriftsteller

Hirsch, Julius. Betriebswissenschaftler

Isenstein, Harald. Bildhauer

Jacoby, Erich H. Jurist und Wirtschaftswissenschaftler

Junghans, Hans Martin. Übersetzer

Kantorowicz, Susanne, verh. Nielsen. Touristenführr

Kauffmann, Fritz. Bakteriologe

Kaufmann, Rudolf. Geologe

Knappeis, Gustav Georg. Neurophysiologe

Kobylinski, Hanna. Historikerin

Kolbenhoff, Walter. Schriftsteller

Koseleff, Paul. Psychologe

Käste Fenchel, geb. Sperling. Mathematikerin

Lazar, Maria. Schriftstellerin

Lesser, Rudi. Maler

Levi, Hilde. Physikerin

Marcus, Franz. Jurist

Mendelsohn, Thea, verh. Bank Jensen. Pädagogin

Mengin, Ernst. Theologe

Mockrauer, Franz. Schopenhauerforscher

Neugebauer, Otto. Mathematiker

Orabuena, José (eigtl. Socharczewer, Hans). Schriftsteller

Ostermoor, Alfred Hermann. Schriftsteller

Piehl, Otto. Journalist

Placzek, Georg. Physiker

Pröschold, Heinrich Wilhelm Jakob. Sozialpädagoge

Raloff, Karl. Journalist

Reich, Wilhelm. Psychoanalytiker

Reinowski, Hans. Schriftsteller

Reunert, Willy. Radiojournalist

Rona, Georg. Verlagsredakteur

Rosenberg, Alex. Bibliothekar

Rosenberg, Herbert. Musikpädagoge

Rosenberg, Thomas. Chemiker und Musiker

Rowold, Karl. Redakteur

Scheidemann, Philipp. Politiker

Schulze, Walter. Pägagoge

Schwabacher, Wilhelm Heinrich. Numismatiker

Schwarzwald, Eugenie. Pädagogin

Selbiger, Liselotte. Cembalistin

Simon, Joseph T. Volkshochschullehrer

Strelitz, Paula. Verlagsredakteurin

Teichert, Kurt. Geologe