Im Alter von 54 Jahren, nach 20 Jahren
am Burgtheater erhält Fritz Hakl 1986 das "Goldene
Ehrenzeichen der Republik Österreich". Am 6.11.1989
wird ihm der Titel "Kammerschauspieler" verliehen.
Claus Peymanns Laudatio endet mit den
Worten: "Sie sind - und das ist keine Pointe, sondern ganz
einfach die schöne Wahrheit -, Sie sind ein großer
Schauspieler." Am selben Abend tritt Hakl dann noch in seiner
umjubelten Rolle in der Premiere von Achim Freyers "Woyzeck"-Inszenierung
auf.
Zuletzt spielte Hakl viele Rollen unter
Burgtheaterdirektor Peymann, auch Kammerschauspiel. Seine Krankheitszustände
bereiteten ihm jedoch immer öfter Schwierigkeiten. Nach
1994 wurde er "langsam müde" und verabschiedete
sich vom Burgtheater, vom Schauspiel und von Wien, um in seinen
geliebten Geburtsort in die Steiermark zurückzukehren.
In seiner 46jährigen Schauspielerkarriere
(1948-1994) ist Fritz Hakl mit vielen Größen aus Theater
und Film auf der Bühne gestanden: Klaus-Maria Brandauer,
Josef Meinrad, Paul Hörbiger, Fritz Muliar, Gerd Voss, Erika
Pluhar usw.
Er spielte außerdem unter anderem
bei den Salzburger und den Bregenzer Festspielen. Im Buch "Who
is who" (1995) ist er auf S. 853 aufgenommen.