Hauptindex
Personen Aufgabenindex  Themen
 
 
›der krieger + die kaiserin‹
 
AMBIENTE
 
BirkenhofAußenweltWalters und Bodos HausWuppertalDie BankPortugal


BIRKENHOF

  1. Wie beschreibt Tom Tykwer den Birkenhof in dem folgende Interview?
  2. Wie charakterisiert er die Patienten in der Klinik?
  3. Warum interessiert ihn diese Welt?
  4. Welche Bedeutung hat der Birkenhof für Sissi und Bodo?
  5. Wie fassen normalerweise die Leute eine psychiatrische Klinik und ihre Patienten auf? (Vgl. die Reaktion von Schmatt, Seite 38 - 43/Wuppertal. Innenstadt)
  6. Diskutiere mit deinem Partner/deiner Partnerin, ob es Tom Tykwer gelungen ist den Birkenhof und seine Patienten so darzustellen, wie er in dem Interview beschreibt.

Der Ursprung von «Lola rennt» war ein Bild: eine Frau mit roten Haaren rennt durch Berlin. Die Ursprungsidee von «Der Krieger und die Kaiserin»?

... Ich hatte mich mit dem Thema Psychiatrie auseinander gesetzt, außerdem hab ich offensichtlich ein spezielles Verhältnis zu hermetischen Welten. Die geschlossene psychiatrische Abteilung einer Klinik ist die hermetischste Welt, die man sich vorstellen kann. Sie ist bevölkert von Menschen, die manchmal sehr limitiert sind in ihrer Wahrnehmung, überwiegend jedoch von Menschen, die unter dem genauen Gegenteil leiden: Sie können die Masse der Eindrücke, die auf sie einstürzen, nicht in sinnstiftende Systeme sortieren.

Du hast dich zuvor in diese Welt hineinbegeben, undercover in der Psychiatrie recherchiert.

Ich habe da ein Praktikum gemacht, mich halt als Volontär eingeschleust in eine richtige Geschlossene, und habe gerochen, wie es da riecht. Vor allem habe ich diese fließenden Linien, die es zwischen Pflegern und Patienten durchaus gibt, mitbekommen. Es leben dort Leute, denen es tagelang einigermaßen gut geht, die eine interessante Ausstrahlung haben, was sich dann schubhaft plötzlich absolut umdrehen kann. Ich hab das alles selbst erlebt, mich mit den Leuten unterhalten, auch mit den Ärzten und Pflegern, die den Alltag mit Menschen teilen, die manchmal eine wirkliche Zumutung sind, weil sie unter einem wahnsinnigen Druck stehen. Das war schon eine extreme Erfahrung. Ich hab mich auch in die Sitzungen reingesetzt und versucht, das Klima, das da herrscht, für mich nachvollziehbar zu machen. Ich hoffe, dass der Zuschauer das Gefühl hat, das ist echt, so wird es sich wohl anfühlen auf so einer Station. Da wollte ich auch gar keine Künstlichkeit haben, außer der Künstlichkeit, die eine Psychiatrie nun einmal mit sich bringt – es wird alles künstlich beleuchtet, es gibt diese regelmäßigen Essensgeschichten und immer ein Programm, kurz, man ist irgendwie in einer künstlichen Welt. Sie im Studio zu bauen war nur konsequent.

Birkenhof gibt es also nicht in der Realität?

Das Außengebäude gibt’s natürlich, das ist die Diakonie in Kaiserswerth, zwischen Wuppertal und Düsseldorf gelegen. Wichtiger waren uns die Innenräume, weil deren Klima die Welt prägt, in der Sissi aufgewachsen ist. Wir haben uns lange den Kopf zerbrochen, wie können wir das darstellen – einerseits verkörpert diese Welt etwas Heimatliches, hat sogar etwas Heimeliges, aber die Bedrückung, die in solchen Räumen nun mal präsent ist, darf nicht verschwiegen werden, auch nicht verdeckt werden. Birkenhof sollte nicht so ein pittoresker Rücksetzer für unsere Helden sein, sondern eine eigene, ernst zu nehmende Lebenswelt, die auch als Gegenwelt zur Außenwelt funktioniert.

Aus: Über den Dächern von Wuppertal (Seite 117 - 119)

Nach oben


AUßENWELT

  1. In dem Interview mit Tom Tykwer oben wird heißt es: ›Birkenhof sollte nicht so ein pittoresker Rücksetzer für unsere Helden sein, sondern eine eigene, ernst zu nehmende Lebenswelt, die auch als Gegenwelt zur Außenwelt funktioniert.‹ Beschreibe die Außenwelt.
  2. Charakterisiere kurz Bodos und Sissis Benehmen in der Außenwelt.
  3. Beschreibe Sissis und Bodos Erfahrungen mit der Außenwelt.(Vgl. Seite 28 - 30/Unter dem Lastwagen • Seite 86 - 87/Rückblende • Seite 101 - 103/Landstraße/Strand von Portugal
  4. Beschreibe, wie die Außenwelt Sissi und Bodo auffassen. (Vgl. Seite 13 - 14/Friedhof • Seite 21 - 22/Wuppertal. Innenstadt • Seite 38 - 43/Wuppertal. Innenstadt • Seite 59 - 66/Bank/Unterkellerung Bank • Seite 83/Station 5)

Nach oben


WALTERS UND BODOS HAUS

  1. Beschreibe die Lage des Hauses, in dem Walter und Bodo wohnen. (Vgl. Seite 15/Walters und Bodos Haus)
  2. Beschreibe die Umgebung des Hauses.(Vgl. Seite 44/Vor Bodos und Walters Haus)
  3. Beschreibe das Innere des Hauses. (Vgl. Seite 37/Bodos und Walters Hütte • Seite 58 - 59/Bodos und Walters Haus)
  4. Welchen Eindruck gewinnst du durch das Wohngebiet und das Haus mit seiner Einrichtung von Bodo und Walter?

Nach oben


WUPPERTAL

Lies das Interview unten und beantworte folgende Fragen:

  1. Welche Beziehung hat Tom Tykwer zu Wuppertal?
  2. Welche Argumente führt Tom Tykwer für seine Wahl von Wuppertal als Ort des Geschehens in ›der krieger + die kaiserin‹ an?
  3. Was ist charakteristisch für Wuppertal?
  4. Aus welchen Gründen eignet sich Wuppertal insbesondere zu Dreharbeiten?
  5. Wie charakterisiert Tom Tykwer die Stellen, an denen ›der krieger + die kaiserin‹ spielt?
    1. Und was sagt das über die Menschen in dem Film aus?

Der Film spielt in Wuppertal, deiner Heimatstadt.

Mit Wuppertal verbinde ich meine Kindheit und meine Jugend, dort hab ich die ersten zwanzig Jahre meines Lebens verbracht, genauer die ersten neunzehn. Die Entdeckung des Kinos gehört für mich nach Wuppertal.
Ich glaube, das geheime Herz aller wirklich starken Filme ist die Fähigkeit, Erkenntnisse und Analysiertes in eine Geschichte zu bringen und dann mit einer Naivität und Traumhaftigkeit, mit einem Gefühl für das Atmosphärische und Stimmungshafte umzusetzen, das man nur aus Erfahrungen schöpfen kann, die aus der Kindheit kommen. Alles, was wir im Kino als magisch oder wundervoll empfinden, rührt an irgendwelche Wurzeln, die mit kindlichen Erfahrungen zusammenhängen. Plötzlich werden wir von etwas derartig absorbiert, wie wir es kaum mehr vermögen mit all unserer inzwischen gewonnenen Distanz. Wenn Dinge uns wirklich noch packen, auf diese direkte Weise, dass sie uns fast irrational greifen und durchwühlen, dann weil man für einen kurzen Moment sich wie ein Kind fühlt, das zum ersten Mal eine aufregende Erfahrung macht.

Der Kritiker Michael Althen hat einmal bemerkt, dass im deutschen Film alle Städte gleich aussehen. Auch in dieser Hinsicht erobert «Der Krieger und die Kaiserin» neues, unbekanntes Terrain. Wuppertal im Film, da muss man lange zurückdenken – im Moment fällt mir nur Wim Wenders, «Alice in den Städten» von 1974 ein.

Wuppertal ist ja eigentlich ein Schlauch. Solchen Städten muss man einfach huldigen, weil sie unheimlich kinotauglich sind. Deshalb vergleiche ich Wuppertal immer mit San Francisco: Es gibt in Amerika viel, viel größere Städte, aber San Francisco hat halt einen sehr speziellen eigenen Charakter, deswegen ist es auch eine berühmte Kinostadt, weil es sehr verwinkelt ist, ein bisschen mysteriös, nicht so ganz leicht zu verstehen in seiner Geografie. Aber wenn man sich auskennt, entdeckt man die Schönheit, und genauso geht es mir mit Wuppertal. Eine Stadt, in der man unheimlich viele verwunschene, scheinbar seltsame Ecken findet, geheimnisvoll und verführerisch.
«Der Krieger und die Kaiserin» spielt zum Teil an Stellen, an denen sich die Leute zurückziehen und verbarrikadieren – das passt zu dieser Stadt, die ja selbst eine Nische ist, ein Versteck zwischen Hügeln in der Talsohle. Eine Stadt mit einem etwas verschrobenen Charakter, den man auch erst auf den zweiten Blick mag, den man nicht sofort strahlend schön findet. Es gibt Städte, die auf den ersten Blick beeindruckend schön sind, man läuft herum und sieht nur Sehenswürdigkeiten und eigentlich ist hinter den Sehenswürdigkeiten kaum noch Seele vorhanden. In Wuppertal gibt’s halt wenig Sehenswürdigkeiten, aber dafür gibt es unheimlich viel Seele – und ich wünsche mir, dass sich die Geografie ins Verhältnis setzt zum Film und seinen Protagonisten. So sollten auch unsere Charaktere sein: Zunächst erscheinen sie schwierig, etwas verkorkst und verdreht, doch wenn man sich Zeit nimmt und sie kennen lernt, dann entdeckt man, was für wunderbare Menschen sie sind, wie viel Schönheit hinter dieser komplizierten und etwas verhuschten Fassade steckt. 

(Aus: › Über den Dächer von Wuppertal‹)

Nach oben


DIE BANK

  1. Wie ist die Bank beschrieben? (Vgl. Seite 31/Bank)
  2. Welche Funktion hat Walter in der Bank? (Vgl. Seite 31/Bank)
  3. Welchen Eindruck machen die Bankangestellten? (Vgl. Seite 59 - 66/Bank • Unterkellerung Bank • Unterkellerung Bank)
  4. Welche Stimmung herrscht in der Bank?(Vgl. Seite 59 - 66/Bank • Unterkellerung Bank • Unterkellerung Bank)
  5. Welche Rolle spielt Sissi in der Bank
      1. Oben in der Schalterhalle?
      2. Unter in der Unterkellerung?

Nach oben


PORTUGAL

  1. Beschreibe anhand des Bildes den Ort in Portugal, an dem der Film anfängt.
  2. Was symbolisiert der Ort in Portugal in ›der krieger + die kaiserin‹?
  3. Wie stellst du dir die Personen vor, die an einem Ort wie im Bild wohnen?
  4. Vergleiche den Ort in Portugal mit der Klinik Birkenhof.

Nach oben