Am 1. Jänner 1932 wurde Fritz
Hakl im Steirischen Oberfeistritz als kleinwüchsiges sechstes
Kind normal großer Eltern geboren. Aufgrund eines Amtsfehlers
schreibt sich Fritz übrigens im Gegensatz zu seinen Geschwistern
und Eltern ohne "ck".
Von seinen sieben Geschwistern waren zwei Mädchen und
sechs Burschen, von denen wiederum ein
weiterer ebenfalls kleinwüchsig war. Luis starb vor wenigen
Jahren.
Während des Zweiten Weltkrieges besuchte Fritz für
vier Jahre eine Volksschule im nächsten großen Ort,
Weiz. Es sollte das traurige Jahr 1938 sein, in dem er im Alter
von sechs Jahren zum ersten Mal auf der Schulbank saß.
Die tägliche Fahrt mit der Eisenbahn von Oberfeistritz nach
Weiz war - wie für viele ländliche Großfamilien
zu dieser Zeit - auch für die Eltern von Fritz Hakl zu teuer.
Daher mußte er immer wieder einen halbstündigen Fußmarsch
als Schulweg auf sich nehmen. Seine Kälteempfindlichkeit
hatte vorallem während der Wintermonate oft zur Folge, daß
Fritz dem Schulunterricht fernbleiben mußte. Nach eigenen
Angaben unterschied sich sein Schulerfolg
im übrigen nicht von dem seiner normal gewachsenen Kollegen.
Fritz Hakls Körpergröße betrug bis zum 16.
Lebensjahr 97 cm, danach fand jedoch noch ein verhältnismäßig
erstaunlicher Wachstumsschub auf 1.20 m statt.
Kindheitsvorstellungen bezüglich der eigenen Zukunft
beschränkten sich zu jener Zeit in erster Linie auf Berufe
wie Bauer, Lokomotivführer oder Handwerker. Fritz hingegen
zeigte bereits in jungem Alter Interesse für eine eher unübliche Profession: Uhrmacher. Daß
daraus letztendlich nichts geworden ist, begründet er damit,
daß er für einen "sitzenden Beruf" wohl
zu unruhig und lebhaft sei.
© 1998 Mag.
Michael Spreitzhofer