|
Paararbeit
Lest die Auszüge rechts und definitert, was die Jungen
unter CRAZY verstehen. |
5
- »Was wollen wir denn bei denen machen?« fragt
der dünne Felix. »Das wird nur wieder so eine Krug-Aktion,
da bin ich mir sicher.«
»Die Krug-Aktion war crazy«, wirft
Janosch ein. Er sagt immer crazy. Zu allen aufregenden Dingen
sagt Janosch crazy. Er liebt dieses Wort.
»Diese Aktion soll crazy gewesen sein?« fragt
der dicke Felix erstaunt. »War es denn auch crazy,
mich als fettiges Chappi-Stück zu bezeichnen?«
»Nein, das war nicht crazy - das war ein accident.«
Janosch lacht.
»Ich haue dir gleich ein paar auf die Schnauze. Dann zeige
ich dir einen richtigen accident«, erwidert Felix.
- (Seite 30)
- [...]
- »Ich will nicht behindert sein«, flüstere
ich. »Nicht so.« »Wie dann?« Janosch
schaut mich fragend an.
»Ich möchte wissen, was ich bin«, antworte ich.
»Alle wissen es: Ein Blinder kann sagen, er ist blind;
ein Tauber kann sagen, er ist taub; und ein Krüppel kann
verdammt noch mal sagen, er ist ein Krüppel. Ich kann das
nicht. Ich kann nur sagen, ich bin halbseitengelähmt. Oder
ich bin ein Halbseitenspastiker. Wie hört sich das denn
an? Die meisten Menschen halten mich ohnehin für einen Krüppel.
Und die wenigen anderen halten mich für einen ganz normalen
Menschen. Und ich kann dir sagen, das bringt manchmal noch viel
mehr Probleme mit sich.«
»Scheiß dir nicht in die Hosen«, erwidert Janosch.
»In meinen Augen bist du weder behindert noch normal. In
meinen Augen bist du ... crazy.« Janosch lacht. »Ja
genau, das ist es - du bist nicht behindert, sondern crazy.«
»Crazy?« frage ich.
»Crazy«, antwortet er.
- (Seite 32)
-
- 5
|