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3. ABSCHNITT: AM BURGTHEATER (1966-94) Während seiner Zeit als Theaterschauspieler wohnte Fritz in Untermiete im 1. Wiener Gemeindebezirk in der Annagasse, nahe der Kärnterstraße. Um 1966 nahm er seinen ersten Sprachunterricht bei Prof. Ewald Balser, der vom Burgtheater bezahlt wurde. Und der Aufwand sollte sich lohnen ... In der Kinderrolle "Hansi" in Nestroys "Der Unbedeutende" feierte Fritz sein großartiges Debut am Burgtheater. Gleichermaßen waren die Kritiker, das Publikum und die Schauspielerkollegen von seiner Darbietung und seiner Ausstrahlung begeistert. Fritz Hakls Karriere in sprechenden Rollen konnte beginnen: Unter seinen zahlreichen Rollen fanden sich etwa der erste Diener in Pirandellos "Heinrich IV", die Großmutter in Achim Freyers "Woyzeck"- Inszenierung und viele Märchenrollen. Thomas Bernhard spielte sogar mit der Idee, ein Stück eigens für Fritz Hakl zu schreiben. Trotz "diverser schöner Rollen" und der Erfolge fühlte er sich aber - wie er selbst meint - manchmal "eingebremst" in seinem schauspielerischen Potential. Knapp drei Jahrzehnte an österreichs renomiertesten Traditionstheater, das bedeutete für Fritz Hakl ein Kommen und Gehen von Direktoren: fünf waren es insgesamt an der Zahl, 2 Österreicher und 3 Deutsche, zuletzt Claus Peymann. Fritz wurde von seinen Kollegen anerkannt und sehr gut aufgenommen, nach eigenen Angaben besonders von den Deutschen.
1978 spielte Fritz Hakl den Clown und Varietégruppen-Direktor "Bebra" in Volker Schlöndorffs Verfilmung des Günther Grass Romans "Die Blechtrommel". Neben Fritz standen unter anderem David Bennent in der Hauptrolle, sowie Mario Adorf, Angela Winkler und Charles Aznavour vor der Kamera. Der Bildband "Die Blechtrommel als Film" (1979) beinhaltet viele Fotos von seiner Rolle. © 1998 Mag. Michael Spreitzhofer |