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Reise und Beruf Aufgabenindex Die brennende Wand
 
 
Bis ans Ende der Welt
- Texte zum Thema Reisen
 
REISE UND BERUF
 
Johann L. W. Müller »Wanderschaft«
 
Wandern Gewandert? Info Fragen zum Text
Themen zur Diskussion Die Romantik Lied
Schriftliche Aufgabe I Schriftliche Aufgabe II


 1. Einstieg A
 

Im Jahre 2003 brachte das Magazin »Stern« einen Artikel über das Wandern. Die folgenden Zitate stammen aus diesem Artikel:

»Wandern - der Weg zum Glück«
»Outdoor boomt - In der Natur entdecken junge Städter ein Paradies für die Sinne«
»Wanderer an der Ostseeküste zwischen Heiligendamm und Kühlungsborn auf dem europäischen Fernwanderweg E 9, der Danzig mit Bretagne verbindet«
»Rentner in Kniebundhosen, die "im Frühtau zu Berge" ziehen? Von wegen. Der Rucksack ist nicht mehr bieder«
»Schwindlerregende Blicke in großartiger Natur: Belohnung am Ende des Tages«
»Wanderer wissen: Nur wo du zu Fuß gewesen bist, bist du wirklich gewesen«
»Entrückte Welt: Beim Geläut der Kuhglocken lassen die Wanderer auf dem E 5 am Timmelsjoch, kurz hinter der italienischen Grenze, den Alltag hinter sich«
»Die ganze Gegend voller Landschaft«
»'Die sollen nicht so rennen', stöhnt Heike, 'ich möchte nicht schnell von A nach B, sondern genießen'«
  1. Was wird in diesen Zitaten als das Wertvolle am Wandern hervorgehoben?
  2. Welche Zitate könnten dir Lust auf eine Wanderung geben?
 

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2. Einstieg B
 

Bist du schon mal gewandert?

  1. Wenn ja, wie weit und wo?
  2. Hattest du dabei überwiegend positive oder negative Erlebnisse? Welche?
  3. Warum bist du gewandert?
    1. Freunde / Familie hatten eine Wanderung geplant und ich habe mitgemacht.
    2. Wandern war schon immer etwas, was ich gerne mal ausprobieren wollte.
    3. Ich hatte überhaupt keine Lust auf das Wandern, wurde aber unter Druck gesetzt
  4. Wenn nein, warum nicht?
    1. Das Wandern ist mir niemals eingefallen
    2. Lust auf das Wandern hatte ich schon, nur kam bisher immer etwas dazwischen
    3. Ich gehe ungern zu Fuß. Ich laufe höchstens die fünf Minuten zum Bus
 

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3. Info
 

Der Ausbildungsweg eines Handwerkers vom Mittelalter bis zur Industrialisierung.

  1. Lehrzeit
  2. Gesellenprüfung
  3. Wanderschaft
  4. Meister

Nach Abschluss der Lehrzeit war es üblich, dass der Handwerkergeselle auf Wanderschaft ging. Er sollte neue Arbeitserfahrungen machen und fremde Orte und Länder kennen lernen. Außerdem gewann er mehr Lebenserfahrung. Die Wanderschaft war also Ausbildung und Bildung.

 

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4. Fragen zum Text
 
  1. Warum geht, infolge des Textes, der Müllergeselle auf Wanderung?
  2. In welcher Weise kann er sich an dem Wasser, den Rädern und den Steinen ein Beispiel nehmen?
  3. Was wird dadurch über die Natur ausgesagt?
  4. Wie wird die Verbindung zwischen Mensch und Natur dargestellt?
  5. Wie gefällt dem Müllergesellen das Reisen in Verbindung mit seinem Beruf?
 

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5. Themen zur Diskussion
 
  1. Welche Vorteile sind damit verbunden, immer auf der Reise zu sein?
  2. Welche Nachteile kannst du dir vorstellen?
 

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6. Die Romantik
 

Wilhelm Müller (1794-1827) lebte in der Zeit der Romantik. Charakteristisch für diese Epoche ist unter anderem das Gefühl der Verbundenheit von Mensch und Natur.
Wie kommt dieses Gefühl im Lied zum Ausdruck?

Vergleiche die Naturauffassung Wilhelm Müllers mit der Naturauffassung Caspar David Friedrichs, wie sie in dem Gemälde »Der Wanderer über dem Nebelmeer« (Seite 72) zum Ausdruck kommt!

Ein anderer romantischer Dichter, Joseph von Eichendorff hat auch ein Gedicht über das Wandern geschrieben, allerdings mit einem anderen Ausgang:

Joseph von Eichendorff »Die zwei Gesellen«

    Es zogen zwei rüst'ge Gesellen
    Zum erstenmal von Haus,
    So jubelnd recht in die hellen,
    Klingenden, singenden Wellen
    Des vollen Frühlings hinaus.
     
    Die strebten nach hohen Dingen,
    Die wollten, trotz Lust und Schmerz,
    Was Recht's in der Welt vollbringen,
    Und wenn sie vorüber gingen,
    Da lachten Sinnen und Herz. -
     
    Der erste, der fand ein Liebchen,
    Die Schwieger kauft' Hof und Haus;
    Der wiegte gar bald ein Bübchen,
    Und sah aus heimlichem Stübchen
    Behaglich ins Feld hinaus.
     
    Dem zweiten sangen und logen
    Die tausend Stimmen im Grund,
    Verlockend' Sirenen, und zogen
    Ihn in die buhlenden Wogen,
    In der Wogen farbigen Schlund.
     
    Und wie er auftaucht vom Schlunde,
    Da war er müde und alt,
    Sein Schifflein das lag im Grunde,
    So still wars rings in der Runde,
    Und über die Wasser weht's kalt.
     
    Es singen und klingen die Wellen
    Des Frühlings wohl über mir;
    Und seh' ich so kecke Gesellen,
    Die Tränen im Auge mir schwellen -
    Ach, Gott, führ' uns liebreich zu Dir!
 

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7. Das Lied »Wandeschaft«
 

Das Lied kann nach zwei verschiedenen Melodien gesungen werden:

  1. Vertont von Franz Schubert (1797-1828), gesungen von Peter Schreier.
 

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8. Schriftliche Aufgabe I
 

Nach zwei Monaten schreibt der Müllergeselle einen Brief an seine Liebste. Zum Beispiel:

Drucke die Seite aus, bevor du weitergehst.
 

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9. Schriftliche Aufgabe II
 

Seit zwei Monaten studierst du an einer Universität weit weg von deiner Heimatstadt.
Schreibe einen Brief an deinen Freund oder deine Freundin. Zum Beispiel:

Drucke die Seite aus, bevor du weitergehst.
 

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